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Geschichte

Das Bürgerspital

Die Bürgerspitalstiftung Bamberg wurde in ihrer heutigen Form 1804 gegründet. Ihre Vorläufer waren die „Vereinigten Bürgerspitäler“. Sie entstanden mit der Zusammenlegung von Katharinen- und Elisabethenspital im Jahre 1738. Damaliger Standort war das Spitalgebäude bei der alten Martinskirche auf dem heutigen Maxplatz.

Die Spitaltradition, die das heutige Bürgerspital und die zugehörige Stiftung hervorbrachte, geht auf das Spätmittelalter zurück.

  • Das Katharinenspital wurde bereits 1237 erstmals urkundlich erwähnt, was aber ein früheres Bestehen nicht ausschließt. Das Bestehen geht auf den reichen Bürger Konrad Tockler zurück, der sein Haus hinter der Martinskirche zum Zweck der Errichtung eines Hospitals stiftete.
  • Das Elisabethenspital im Sand wurde laut Stiftungsurkunde von 1330 vom Bamberger Bürger Konrad Eßler gegründet und später nach der Kirche St. Elisabeth in der Oberen Sandstraße benannt. Stifterwille war damals die Beherbergung und Versorgung von Armen, Alten und Kranken. Die bürgerlichen Stifter sicherten die Erfüllung dieses Stiftungszwecks mit Grundbesitz, Geldvermögen und anderen Einkünften für alle Zeiten ab.

Im frühen 19. Jahrhundert endete die 800-jährige Geschichte der Benediktinerabtei auf dem Michaelsberg. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster aufgelöst und die säkularisierte Abtei der neuen Bürgerspitalstiftung zugesprochen. Daraufhin zogen die ehemaligen „Vereinigten Bürgerspitäler“ mitsamt ihren Bewohnern und deren Habseligkeiten aus der Bamberger Innenstadt in die nun leerstehende Klosteranlage.

Inbetriebnahme 21 neue Altenheimplätze für das Bürgerspital durch OB Paul Röhner im Speisesaal (ehem. Pferdestall) im Pfortenflügel

Im Jahre 1818, vierzehn Jahre nach dem Umzug der Versorgungshäuser ins neue Bürgerspital am Michaelsberg, übernahm die Stadt Bamberg die Verwaltung der Bürgerspitalstiftung sowie zahlreicher anderer Wohltätigkeitsstiftungen. Sie beauftragte im Jahr 1880 den Orden der Barmehrzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul mit der Hausverwaltung des Bürgerspitals. Neben Ihnen war der Curatus als Hausvater für die Disziplin und Anstaltsseelsorge zuständig. In den damaligen Jahresrechnungen waren aber auch Zahlungen an den Spitalkoch, die Förster, Ärtze, Pförtner und den Ökonomieverwalter aufgelistet.

Die bisher schwerste Finanzkrise ihres Bestehens überstand die Bürgerspitalstiftung in der Zeit der Weltwirtschaftskrise in den 1920er Jahren. Durch eine konservative Vermögenspolitik und den Ausbau von Spitalwald und Liegenschaften hatte die Stiftungsverwaltung eine Basis geschaffen, die unabhängig von den Kapitalmärkten das Fortbestehen der Stiftung sicherte.

Über die Jahre änderte sich die Raumnutzung und Wohnstruktur im Spital am Michaelsberg sowie der Anspruch der Bewohner:innen an ihre Unterkunft. Die Versorgung in großen Sälen wurde sukzessive zu Einzel- oder Kleingruppenunterbringung umstrukturiert. Zu Beginn der 1970er-Jahre gab es eine Kapzität von 145 Heimplätzen, acht barmherzige Schwestern und eine zusätzliche Pflegekraft waren 1973 verzeichnet.

Nachdem 2002 die letzten Ordensschwestern das Bürgerspital verlassen hatten, wird das Altenheim und die Altenpflege nur noch im Konventbau betrieben. 2012 wurde der Wirtschaftsflügel denkmalschonend saniert und wird seit 2013 für verschiedene Ämter der Stadt Bamberg genutzt.

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